-moz-user-select:none; -webkit-user-select:none; -khtml-user-select:none; -ms-user-select:none; user-select:none;

Dienstag, 22. April 2014

Kann man joggen echt lernen? Teil 1

Also ich weiß ja nicht, wie es Euch geht. Ich stelle mir immer vor, dass jeder Mensch – JEDER Mensch – außer mir joggen kann.
Dass nuuuuur ich dabei leide, nuuuur ich mich selbst kaum fassen kann, nuuuur ich so elendig dabei aussehe und nuuuur ich einfach nicht dafür geschaffen bin. Aber vielleicht bin ich damit ja doch nicht allein…

Joggen läuft bei mir ungefähr so ab:
Walkende Ommis (ja, mit 2M schreib ich die) überholen mich (das ist kein Scherz – die reden dabei auch noch mit ihrer Ommi-Freundin).
Meine Waden schmerzen (Herr Doktor, ich hab da so wat vorne außen anne Wade – guckense mal…).
Mein Kopf sieht aus wie eine Fliegenpilz-Tomate und fühlt sich an wie in der Sauna.
Ich japse und mein Atem rasselt.
Ich denke ständig an meine Wasserflasche (die ist natürlich in meinem Rucksack und ganz weit weg).
Meine Füße scheinen in meinen Schuhen ihr Volumen zu verdoppeln.
Die Ommis überrunden mich erneut…
Ich gebe auf und fühle mich erneut bestätigt: Joggen ist wohl einfach nichts für mich.

Wenn es Euch genauso geht, dann habt Ihr vielleicht auch die klitzekleine unzufrieden-Wut in Eurem Kopf, die sagt: das kann's doch nicht sein, oder?

Joggen ist doch eigentlich der Knaller.
Man braucht eigentlich nur Zeit und Schuhe (frau braucht noch einen Sport-BH) und schon kann's losgehen – egal, wo man ist. Im Urlaub, vor/nach der Arbeit, in der Mittagspause, beim Eltern besuchen (so kommt man da mal raus…), ...
Die Ausdauer nützt einem auch in anderen Lebensbelangen - nach dem Bus rennen, Einkauf in den 300. Stock schleppen, zwischen den Laken, …
Die Muskeln werden stärker und man bekommt frische Luft in Massen.
Und wenn man nicht gleich alles wieder drauf futtert, kann Joggen auch zur Traumfigur beitragen.

Also: ich kann keinen Nachteil finden (wenn man es nicht übertreibt) – Ihr etwa?

Aber es ist trotzdem jedes Mal so schlimm, wenn ich es versuche. Viele Jahre habe ich immer wieder angefangen. Mit Trainingsplan, Intervall-Versuchen, wochenlang – nie wurden Jogging und ich Freunde. Kann es sein, dass wir 2 nie zusammenfinden werden?

Ich sage NEIN (auf den Tisch hau)!!! Ich bin doch noch keine 80 (dazu im nächsten Post mehr) und meine Zeit es zu versuchen ist noch lange nicht abgelaufen! Den Ommis den Park überlassen? Resignieren? Lieber nicht nach dem Bus rennen? Das wäre doch gelacht!

Mein Plan: aus der Qual, der Vorsicht und den blöden Erfahrungen der Vergangenheit etwas Neues werden lassen. Das Joggen endlich für mich zu entdecken und endlich die Ommis überrunden!!!

Also habe ich mich zu einem Anfänger-Joggingkurs angemeldet. Was allein scheitert, geht vielleicht unter Aufsicht und in einer Gruppe? 10 Wochen ab heute gebe ich dem Jogging eine Chance (oder gebe ich eher mir selbst eine Chance? Darüber sollen sich die Philosophen streiten).
Erst war ich mir nicht sicher, ob ich das hier teilen sollte. Schließlich erhöht das den Druck, vielleicht gewinnen die Ommis wieder und ich gehe geknickt heim…
Aber wie gesagt: vielleicht bin ich nicht allein und auch andere quälen sich zu ihrem nächsten Versuch, sich mit dem Joggen anzufreunden. Und dann freut sich vielleicht jemand, von meinen 10 Wochen zu lesen.
Ich werde Euch teilhaben lassen.
Am schrägen Lauf-ABC, an meinen Erfahrungen beim Verwandeln von Qual in Jogginglust (hoffentlich), an meinen Informationen die ich über mich selbst bekommen werde und wie ich die bekommen habe (Ruhepuls, Maximalpuls, …), Stretching-Übungen, einfach an meinen nächsten 10 Wochen Jogging …

Und wer weiß – am Ende jogge ich vielleicht wirklich (momentan nenne ich meine Bewegungs-Aktionen im Park eher “Kriechen”).
Also: Schuhe an und ab in den Park!

Kiel_2014_012

Im nächsten Post geht es dann um Stunde 1 – wer mich da erwartete, was wir gemacht haben und wie viele Ommis mich überrundet haben…

Vielleicht seid Ihr ja auch gerade dabei oder habt schon fast aufgegeben und wollt einen letzten Versuch starten? Wenn Ihr mögt: her mit Euren Erfahrungen!

Sonntag, 6. April 2014

Bad – klein, aber fies

Mein Badezimmer – was soll ich sagen…

Es ist mehr lang als breit, hat in den 90ern wunderbare Fliesen mit Marmor-Optik (totaaaal authentisch natürlich) bekommen und graue (!) Keramikwaren (oder wie auch immer man Waschbecken bzw. andere Becken so nennt).

Nun gut, es könnte auch schlimmer sein – dunkelgrüne, dunkelblaue oder kackbraune Fliesen, gelbes oder oranges Waschbecken (alles schon gesehen!!!).

 

Immerhin ist es neutral und ich habe seit über 10 Jahren endlich mal wieder eine Badewanne!!!

Doch am Anfang hat es mich sehr lieblos begrüßt. Die Familie, die vor mir hier wohnte, scheint eher von der Sorte drüberwischenreichtdoch gewesen zu sein – so sah das Bad (und nicht nur das Bad) dann auch aus. Pfui. Aber das wisst Ihr ja schon. Nur noch einmal zur Erinnerung:

IMG_2562IMG_2565IMG_2566

 

Hhhhm, lecker.

Aber nach viel Arbeit, Putzen und Werkeln bin ich inzwischen recht zufrieden mit meinem grauen Schlauch. Der Duschvorhang muss noch getauscht werden, ein besserer Platz für Duschgel gefunden, eine Lampe erwählt und ein Nutzen für den Raum über der (nicht gezeigten) Waschmaschine erdacht werden. Sonst ist alles tutti:

 

Bad1.jpgBad2.jpgBad3.jpgBad6.jpgBad7.jpgBad8.jpgBad9.jpgBad12.jpg

 

Und ganz besonders stolz bin ich auf mein selbst genähtes Raffrollo – auf der Basis einer ganz normalen Lamellen-Jalousie!!!

 

Bad10.jpg

 

Das ist auch wieder typisch inminorwelt: das Badezimmer ist gemütlich, wenn die Badesaison vorbei ist…

Mittwoch, 26. März 2014

Der UnterDerWoche-Cocktail die 24.–The DuringTheWeek-Cocktail No. 24

Was einst ein Cocktail-Dienstag war, ist recht schnell zu einem Cocktail-Chaos geworden. Aber da dies ja mein Blog ist, kann meine Willkür vorherrschen – einwandfrei!
Heute ist also nach inminorwelt-Beschluss mal Cocktail-Tag und ich nehme Euch mit. Wohin? Na in die Provinz! Und dann?
Ein Ort, der ”grausamer” nicht sein könnte – Diskokugel, rot verhangene Säulen, Schummerlicht, … Wenn Ihr so drauf seid wie ich (nennen wir mich mal netterweise “großstadtverwöhnte Spezial-Ästhetin” – man könnte mich auch “versnobte Spinnerin mit Wohnmagazinansprüchen” nennen), dann kommt Ihr an diesen Ort und zuckt zusammen.
Und dann? Dann macht Ihr es hoffentlich wie ich: haltet die Klappe, erinnert Euch daran, dass Ihr doch nur zu versnobt seid, nehmt Platz und gebt dem Ganzen eine Chance.
Selbiges tat ich in der Perle in Jena.
Und was tat die Perle (der Link muss wieder und wieder hier rein - mehr Menschen in die Perle!!!)? Mich umhauen!!! Das Team ist fantastisch – sie sind unheimlich kreativ mit ihren (guten!) Zutaten. Klassiker? Kein Problem! Eigenkreationen? Fantastisch! Mit viel Wissen/Können/Talent und Gefühl wandern sie ins Glas.
Die Suche nach Cocktailbars ist in Jena nicht so leicht. Geringe Auswahl an Bars und immer die Furcht, dass keine eine Gute sein könnte. Diese Furcht ist unbegründet, denn es gibt ja die Perle (Link!!!)…

Alles, was ich seit meinem ersten Besuch dort genossen habe, war hervorragend hergestellt.
Sogar, was ICH dort hergestellt habe.
Jahaaaaa! Ich habe nämlich zum Geburtstag ein weiteres Geschenk bekommen, welches ein eigenes Posting verdient – meine beste Freundin hat mir einen “How To Do A Proper Drink”-Abend in der Perle verpasst und ich war hin und weg.
Ich war an dem Abend die einzige TeilnehmerIN bei 7 Leuten– ist das Thema eigentlich ein Männer-Ding??? Egal. Es war ein super-Abend. Lustig, informativ, mutmachend, experimentell und voll leckerer Drinks. Unter der Fuchtel von Danny wurden wir selbst aktiv – hinter der Bar. Ein Dauergrinsen wohnte den ganzen Abend in meinem Gesicht.
Wir rührten, schüttelten, mixten, schnitten, gossen, werkelten, kosteten, quetschten, …
Am Ende wurden es über 15 Cocktails!!! Und ich habe mich beim shaken NICHT besudelt (beim Üben zuhause ist der Shaker oft undicht – aber das wird schon noch…). Also ein voller Erfolg. Ich fand meinen Martinez seeehr lecker.
Hier kommen ein paar Impressionen – leider etwas unscharf. Woran das wohl lag?

CocktailabendPerle0001CocktailabendPerle0006CocktailabendPerle0009CocktailabendPerle0032CocktailabendPerle0038CocktailabendPerle0039CocktailabendPerle0040CocktailabendPerle0043CocktailabendPerle0048CocktailabendPerle0013

Ihr seht richtig – hier wird brennender Alkohol von einem Metallbecher in den anderen gegossen!!! Das haben wir nicht selbst gemacht, sondern Danny hat den Fancy-Cocktail-Master gemimt. Und? Wer ahnt, welcher Cocktail das wurde?


Nach und nach werden dann auch ein paar der Cocktails dieses Abends Thema in meinen Cocktail-Chaos-Tagen hier auf dem Blog werden.

Aber jetzt darf natürlich nicht fehlen: liebe Perle, lieber Danny - ein dickes Danke und bis bald! An meine beste Freundin: Du bist eben die Beste - was soll ich sagen...
 

Montag, 24. März 2014

Unsitte im Namen der Galanterie

Neulich waren der Held und ich in einer Kneipe. Kaum saßen wir, gab es die Karte. Und für mich?
Einen Prosecco!
Einfach so.
Ich hatte nicht darum gebeten.
Ich sehe nicht aus wie eine “Prosecco-Frau” (okok, ich weiß auch nicht, wie die aussehen).
Der Held bekam nichts.

Wie kommt so etwas? Ich meine, wo kommt die Idee her, Frauen pauschal einen Prosecco (oder was auch immer) zu kredenzen??? Hab ich etwas verpasst?
Musste einfach nur der olle Prosecco weg? Wenn ja, warum hat dann der Held keinen abbekommen? Muss wohl doch am Geschlecht gelegen haben…
Abgesehen von der geschlechtsspezifischen Sonderbarkeit Frauen gegenüber (die ja anscheinend am liebsten Prosecco wollen): was ist mit den Männern? Bekommen die nix? Nach den Geschlechter-Regeln dieser Kneipe wäre ja dann ein Bier angemessen, oder?
Was ist, wenn frau keinen Prosecco mag? Und was ist, wenn frau nicht trinken will? Also einfach so. Ich weiß, das ich in weiten Teilen unserer Gesellschaft noch immer etwas Komisches, aber es soll vorkommen. Ich kann ja auch in einer Kneipe einen alkoholfreien Cocktail genießen oder einfach einen Kaffee…

Ich bin keine der extremen Frauen, die überpenibel bei Gender-Kram sind und Salzstreuerinnen zuhause haben. Ich mag sogar eine gewissen Menge old School Galanterie… Aber ich kann das FrauenpauschalProseccoservieren weder nachvollziehen, noch für guten Stil halten – auch wenn ich mich noch so anstrenge.

Ist Euch so etwas auch schon passiert?
Ich meine solche unangemessenen und offensichtlich aus falsch verstandenen Geschlechterrollen entstandenen “Gesten”? Davon gibt es ja bestimmt ganz viele verschiedene Versionen. Oder bin ich die Einzige, die so etwas komisch findet???

Darauf erst einmal einen Aperol Spritz ;-)

NIL1.jpg